Über den Zusammenhang von sehbehinderten-gerechtem Webdesign (barrierefrei),
der Suchmaschinenoptimierung und erfolgreichem Suchmaschineneintrag von
Internetseiten.
Was ist barrierefreies Webdesign?
Können Sie sich vorstellen, dass blinde Menschen im Internet surfen?
Nein,
das ist kein Witz.
Auch blinde und sehbehinderte Menschen nutzen das World Wide Web, um nach
Informationen zu suchen.
Mit speziellen Anzeigegeräten bekommen blinde Menschen den Text auf
der Webseite über Lautsprecher vorgelesen.
Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit nutzen Bildvergrößerungsprogramme,
um sich die Texte anzeigen zu lassen.
Nun sind die meisten Internetseiten nicht barrierefrei gestaltet. Frameseiten
und Seiten mit verschachtelten Tabellen sowie Flash-Seiten und Webseiten,
bei denen die Texte in Grafiken enthalten sind, sind für die Anzeigegeräte
von sehbehinderten Menschen nicht geeignet.
Dass das Thema barrierefreies Webdesign keine vorrübergehende Randerscheinung
ist, wird mit der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung vom 01.
August 2002 (BITV) dokumentiert.
Darin werden öffentliche Anbieter von Webseiten dazu verpflichtet
ihre Webseiten barrierefrei zu gestalten.
Der
Zusammenhang von barrierefreiem Webdesign und Suchmaschinenoptimierung
besteht darin, dass sich die Suchmaschine während sie die Seiten
scannt, genauso verhält, wie ein Anzeigegerät (Vorlesegerät)
für Blinde.
Fehler im Webdesign beeinflussen den Scannvorgang (und den Suchmaschineneintrag)
der Suchmaschine negativ.
Würden Sie einen Brief in Excel schreiben?
Nein.
Warum ist es dann im Webdesign üblich Tabellen zu verwenden?
Hier die häufigsten Fehler:
Bei Framedesign sind die weiterführenden Links nicht auf der
Seite mit den Informationen enthalten, sondern in einer eigenen Navigationsleiste.
Die Anzeigegeräte für Sehbehinderte und die Robots der Suchmaschinen
haben nur eine Seite mit Links vor sich, die aus dem Zusammenhang mit
den Inhaltsseiten herausgerissen wurde.
Bei verschachtelten Tabellen wird die Textreihenfolge aus ihrem Zusammenhang
gerissen.
Das Anzeigegerät für Blinde liest den Text in der falschen
Reihenfolge vor.
Auch für die Suchmaschine erscheint der Text nicht mehr in der
richtigen Reihenfolge und wird zerstückelt dargestellt.
Geht man davon aus, dass die Suchmaschine eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung
vornimmt, wirkt sich dies negativ auf die Platzierung der Webseite aus.
Flash-Design und Text in Grafiken können weder von den Anzeigegeräten
von Sehbehinderten noch von der Suchmaschine erkannt werden. Hier ist
es wichtig, dass die Alternativtextbezeichnung bei Grafiken ausgefüllt
ist mit einer aussagekräftigen Beschreibung, was es auf dem Bild
zu sehen gibt.
Java-Script Navigationen können weder von der Suchmaschine noch
von den Anzeigegeräten für Sehbehinderte gelesen werden. Java-Script
Navigationen verhindern also, dass die Seite gelesen bzw. gescannt werden
kann.
Was kann man zur Suchmaschinenoptimierung vom barrierefreim Webdesign
ableiten?
Barrierefreies Webdesign ist framelos.
Es werden keine Tabellen zur Gestaltung verwendet.
Techniken wie Flash werden nicht eingesetzt.
Textgrafiken werden nicht eingesetzt.
Auf Java-Script Navigation wird verzichtet.
Sehen Sie Ihre Webseiten wie Sie Suchmaschinen und sehbehinderte Menschen
sehen.
Dreimal die gleiche Webseite, nur in unterschiedlichen Anzeigegeräten.
Die Seite im Internet Explorer wie wir sie kennen.
Die gleiche Seite in einem Textzoom-Programm.
Die Struktur der Seite hat sich verändert. Textfelder stehen
nun nicht mehr nebeneinander, sondern kommen untereinander.
Die gleiche Seite in einem Programm, welches blinden Menschen den
Text vorliest.
Die Struktur der Seite hat sich verändert. Von den Grafiken sind
nur noch die Alternativtexte zu lesen, die Navigation wurde in Textlinks
umgewandelt.
Genau so sehen Suchmaschinen Ihre Seiten.
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