Gedanken über DUBLICATE CONTENT in Suchmaschinen

Heute schreibt uns ein Betreiber eines Webkataloges mit dem Hinweis an, er würde die Webseite eines Kunden von uns, für den wir einen Eintrag in Webkataloge vorgenommen haben, nicht aufnehmen, weil die Texte, die wir an seine Suchmaschine übermittelt haben “ DUBLICATE CONTENT”, also doppelter Inhalt, wären.
Er meint, wir müssen die Produkte und Dienstleistungen unseres Kunden in seiner Suchmaschine anders beschreiben, als wie in den anderen Suchmaschinen, wo wir angemeldet haben. Ansonsten könnte Google das als Dublicate Content negativ werten und seinen Webkatalog abstrafen.
Daraufhin haben wir die Beschreibungstexte für die Webseite des Kunden (es handelt sich um eine Webseite, die Produkte für den Holzbau anbietet) etwas umgestellt und die Suchmaschinenanmeldung wiederholt. Kurze Zeit später wird der Eintrag erneut mit der gleichen Begründung “Dublicate Content” abgelehnt.

Es stellt sich nun die Frage, was erwartet der Betreiber der Suchmaschine denn für andere Texte?
Bei der Webseite geht es eben um Produkte für den Holzbau, innen und außen wie Bauholz Massivholz Kantholz Dielen Sandwichelemente und Terrassendielen.
Es gibt keine andere Möglichkeit den Inhalt der Webseite zu beschreiben, wenn sie eben nur diese Produkte anbietet.
Wir können ja nicht schreiben, dass es auf dieser Webseite um Heimtextilien, Tischdecken oder Tapeten geht. Nein, wir müssen genau das beschreiben, was die Webseite zeigt.

Wenn man nun den Standpunkt dieses Webkatalogbetreibers als wahr annehmen würde, müsste man in jeder Suchmaschine, in der man eine Seite anmeldet, eine andere Beschreibung einbringen. Das ist aber in der Praxis unmöglich.
Für den Fall, dass es wahr wäre, dass Google diese Inhalt als Dublicate Content werten würde, würde das heißen, dass Google das Webverzeichnis der Suchmaschine Yahoo, in der ebenfalls viel gleicher Inhalt als wie in der Google Verzeichnissuche ist, als Dublicate Content ansieht.
Dieses Webverzeichnis von Yahoo hat aber einen hohen Pagerank bei Google.

Wenn man den Gedanken ganz zu Ende denken würde, dann müsste Google jede Webseite ignorieren, wo der gleiche oder ähnlicher Inhalt drin steht als wie Google schon kennt. Dies hätte dann zur Folge, dass Google alle kleineren Suchmaschinen ignorieren würde und übrig bliebe dann nur noch Google selbst.

Das können wir uns jedoch nicht vorstellen, weil die kleineren Webverzeichnisse häufig von Redakteuren sehr liebevoll gepflegt sind und hoch relevante Themenrubriken haben, die eben von Menschen kontrolliert worden sind und nicht nur von einer Maschine!

Es gibt viele Seiten im Internet, die gleichen oder ähnlichen Inhalt zeigen.
Beispiele:

  1. Shopbetreiber verkaufen Produkte einer Marke und übernehmen die Produktbeschreibungen und Spezifikationen von der CD des Herstellers.
  2. Eine Nachrichtenagentur übernimmt Meldungen von Reuters oder CNN.
  3. Ein Anwalt zitiert auf seiner Seite Gesetztestexte. Die Text müssen natürlich die exakte Wiedergabe des Gesetzestextes sein und können und dürfen nicht verändert werden.
  4. Auf einer Kultur-Webseite  werden Lyrik Gedichte und Liedertexte zitiert.
  5. Eine Webseite über Naturwissenschaften übernimmt Forschungsergebnisse.

Die vorgenannten Beispiele beschreiben, wie es zu doppelten Inhalten in Suchmaschinen kommen kann, ohne dass eine böse Absicht des Seitenbetreibers vorliegt. Es würde also keinen Sinn machen, wenn Google diese doppelten Inhalte abstrafen würde. Im ungünstigsten Fall könnte Google diese doppelten Inhalte einfach ignorieren.
Dies könnte aber auch zu Nachteilen in der Qualität der Suchergebnisse in Google führen, wie das Beispiel Nummer 1 oben zeigt, wo es um die übernommene Produktbeschreibung in Onlineshops geht. Denn würde Google alle Onlineshops mit gleichen Artikelbeschreibungen nicht listen, dann hätten die Nutzer der Suchmaschine Google ja gar nicht die Möglichkeit die Preise zu vergleichen.

Für den Fall, dass Zitate von anderen Seiten übernommen werden, empfiehlt es sich, die im HTML 4 Standard vorgesehene Formatierung für “Zitate mit URL- und Quellenangabe” zu verwenden.

<blockquote cite=http://www.ursprungsseite.de>
Mögest Du in interessanten Zeiten leben
</blockquote>

Hoffentlich kennen die Googletechniker diesen uralten HTML Tag auch, denn er ist älter als Google selbst.

Der Beitrag wurde geschrieben von Stefan Bauer.
www.top-suchmaschineneintrag.de

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