Unsere Erfahrungen mit Dell PC’s.

In unserer Agentur verwenden wir u. a. zwei Dell PC’s.

Der eine, ein Dimension 8300, haben wir vor ca. 2 1/2 Jahren bei Dell online bestellt.
Die Onlinebestellung ist ja eine feine Sache, man kann sich alles schön zusammenstellen, nur kommt zum Schluss noch ein satter Frachtzuschlag drauf. Und dann wird es auf einmal doch viel teurer, als wie in der Werbung.
Der PC hatte eine satte Lieferzeit von 7 Wochen, da er wohl von Irland mit dem Schiff nach Deutschland kommt. Eigentlich wollten wir nicht so lange warten. Während der Bestellung wurde uns nicht angezeigt, dass dies so lange dauert.
Zwischenzeitlich ist der Fortschritt bei den PC’s so groß, dass man eigentlich für das gleiche Geld woanders zum Lieferzeitpunkt etwas Besseres bekommen hätte. Der PC lief ca. 2 1/2 Jahre recht problemlos und auch geräuscharm, da er nur einen Lüfter hat.
Dieser Lüfter ging nun defekt und hatte laute Laufgeräusche.

Eigentlich kein Problem, dachten wir und riefen bei Dell an, um einen Ersatzlüfter zu bestellen.
Der Telefonsupport sagte uns, dass wir in den nächsten Tagen ein Angebot erhalten.

Das Angebot kam dann auch. Das Zusenden eines neuen Lüfters zum Selbsteinbau sollte satte 176 EUR kosten.
Eine Rückfrage bei Dell ergab, dass dies kein Schreibfehler war, sondern ernst gemeint war.

Wir versuchten dann zunächst den Lüfter gegen einen Standard Lüfter auszutauschen. Das geht aber nicht, weil das Dell Board einen besonderen Lüfteranschluss hat. Natürlich könnte man schnell den Stecker vom alten Lüfter auf einen neuen Lüfter umlöten, aber man weiß halt nicht, was die drei Kabel genau für eine Funktion haben. Das kann Tachosignal oder Temperaturfühler sein und beim Verwenden eines falschen Lüfters kann dann auch noch das Board beschädigt werden.

Wir haben in Deutschland keinen Händler gefunden, der einen Ersatzlüfter liefern konnte.

Als wir einfach mal die Seriennummer des defekten Lüfters bei Google eingegeben haben, fanden wir einen Händler in den USA, der genau diesen Lüfter mit Stecker für 4,78 US $ im Angebot hatte.
Den haben wir dann bestellt. Es kamen noch 15 US $ Fracht hinzu, aber egal.

Der Austausch war dann Minutensache.

Es stellt sich die Frage, warum Dell es nicht fertig bringt, Ersatzteile für so junge Geräte zu vernünftigen Preisen zu liefern.

Es versteht sich von selbst, dass wir nie wieder was bei Dell bestellen werden.

Der zweite Dell PC ist ein Dimension 2400.

Vor der Bestellung haben wir telefonisch die Lieferzeit angefragt. Diese wurde uns mit einer Woche angegeben.

Dann haben wie die Onlinebestellung gemacht und bei dem Standard Gerät das Diskettenlaufwerk abgewählt, weil wir es nicht brauchen.
Dies war ein großer Fehler. Denn nun wurde der PC nicht direkt vom deutschen Lager ausgeliefert, sondern wurde wieder in Irland individuell gebaut. Die Lieferzeit war wieder um die 7 Wochen.

Als der PC bei uns ankam, ließ dieser sich nicht hochfahren, sondern blieb hängen, noch bevor Windows starten konnte. Ein Blick ins Bios ergab, dass dort noch das Diskettenlaufwerk angemeldet war und der PC zuerst vom Diskettenlaufwerk booten wollte.

Die Techniker hatten einfach das Diskettenlaufwerk aus dem normal konfigurierten PC entfernt und es nicht im Bios abgemeldet.

Doch damit nicht genug. Anscheinend hatten sie es so unqualifiziert heraus gezerrt, dass auch noch der Stecker des CD Laufwerks halb abgezogen drauf steckte.

Weil wir das nicht gleich gemerkt haben, haben wir beim Dell Support angerufen. Der Support wird von Callcentern in Osteuropa gemacht. Das Servicepersonal ist nur schwer zu verstehen und man merkt, dass die anscheinend Negativpunkte erhalten, wenn sie einen Garantiefall annehmen und einen Techniker vor Ort schicken.

Statt dessen fordern einem die Callcenter Mitarbeiter auf, ein spezielles Dell Diagnoseprogramm durchzuarbeiten, dabei muss man ähnlich wie beim Idiotentest auf der Tastatur die Tasten so drücken, wie es das Programm auf dem Bildschirm anzeigt. Der Test dauert etwa 50 Minunten.

Wenn der Kunde sich weigert, den Test zu machen, bekommt er auch keinen Techniker zugesandt. So wurde es uns erklärt.

Also unsere Agentur kauft bei Dell nichts mehr.
Der Beitrag wurde geschrieben von Stefan Bauer.
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