Zahlart sofortueberweisung.de nervt – Bestellmails kaputt
Viele unserer Shopbetreiber, die wir betreuen, verwenden ja die Schnittstelle von sofortueberweisung.de (Payment Network AG). Die Schnittstelle ermöglicht es dem Käufer in Echtzeit mit PIN und TAN während des Bestellvorganges zu bezahlen.
In der Vergangenheit ist uns sofortueberweisung.de vor allem dadurch aufgefallen, dass häufig Updates der Schnittstelle erforderlich sind.
Seitdem es die Zahlart gibt, musste allein dreimal das Firmenlogo von denen ausgetauscht werden.
Die Shopbetreiber, die in ihrem Verwaltungsmenü bei der Payment Networt AG OS oder XT Commerce eingetragen haben, werden dann per e-Mail angeschrieben, häufig auch mit dem Hinweis, dass es für die alten Schnittstellen keinen Support mehr gibt.
Im November 2009 war das letzte Update Version v2.1.2  für den OS Commerce erforderlich und da einige Kunden bei uns gerade das vorhergehende Update bestellt hatten, hatten diese Kunden den doppelten Installationsaufwand bzw. die doppelten Installationskosten bei uns.
Im November 2009 hieß es von Seiten der Payment Network AG, dass diese Version 2.1.2 lange Zeit laufen würde.  Und so schnell keine Updates mehr kämen.
Leider ist diese lange Zeit schon jetzt im März 2010 vorbei.
Alle Shopbetreiber wurden am 02. März 2010 angeschrieben, dass es empfohlen wird, die neueste Schnittstellen-Version 2.2 zu installieren.
Denn die neueste Schnittstelle bietet viele neue Funktionen und wäre ja auch viel sicherer und vor allem dauert die Installation ja nur 15 Minuten.
Wir haben nun wie bei den ersten Shops diese Schnittstelle eingefügt und in der Praxis zeigt sich, dass 15 Minuten überhaupt gar nicht reichen, denn um ein neues Projekt im Verwaltungsmenü von sofortueberweisung.de anzulegen, müssen auch gleich fehlende Daten wie die IBAN und der BIC des Shopbetreibers eingefügt werden und die liegen uns ja gar nicht vor, bei Kunden die nur in Deutschland verkaufen.
Allein den fehlenden Bankdaten hinterher zu rennen dauert schon 15 Minuten.
Kurze Zeit nachdem wir die ersten Schnittstellen installiert haben, meldet sich der erste Shopbetreiber und hat festgestellt, dass die Bestell-E-Mails, die der Käufer erhält, ganz anders aussehen als früher und dass diese Mails unvollständig und verkrüppelt sind.  Dies jedoch nur, wenn mit Sofortüberweisung bezahlt wurde.
Wir haben nun die Payment Network AG darauf hingewiesen und freundlicherweise wurde uns dann am gleichen Tag die nächste Version 2.3.2 zur Verfügung gestellt, die dieses Problem beheben soll.
Diese Version installiert stellt sich heraus, dass die Mails zwar nun nicht mehr verkrüppelt sind, aber immer noch anders aussehen als vorher und wichtige Mailbestandteile wie z. B. die Anbieterkennzeichnung und die Widerrufsbelehrung fehlen total. Was natürlich abmahngefährdet ist.
Daraufhin haben wir uns die Schnittstelle genauer angeschaut und festgestellt, dass diese zum Mailversand ihre eigenen Texte benutzt, die an den Standard OS-Commerce angelehnt sind.
Die individuellen Erweiterungen, die der Shop in der checkout_process.php Datei verwendet, werden gar nicht im Bestellbestätigungs-Mail verwendet.
Also im Klartext:
Bestellbestätigungs-Mails werden so verschickt, wie sie in der OS Commerce Ur-Version vorgesehen sind. Die rechtlichen? Anforderungen deutsch an Onlineshopbetreiber fehlen vollständig.
Eine Rücksprache mit dem Programmierer der Payment Network AG ergab, dass man sich die Textdatei von Sofortüberweisung per Hand mit den fehlenden Pflichtangaben usw. ergänzen kann.
Dies widerspricht aber unserem Arbeitsstil, wonach es im Shop jeden Text nur einmal gibt. In den Shops, die wir betreuen kommt die Widerrufsbelehrung z. B. aus einer Datei, die an verschiedenen Stellen vom Shop verwendet wird.
Dies hat den Vorteil, dass Änderungen nur einmal gemacht werden müssen und der Shopbetreiber Sicherheit hat, dass er nicht mehrere, verschiedene Versionen der Widerrufsbelehrung im Shop hat (Abmahngefahr).
Mit den AGB der Anbieterkennzeichnung und den Gewährleistungstexten handhaben wir das genauso. Alles gibt es nur einmal.
Wir meinen, die aktuelle Schnittstelle von sofortueberweisung.de bringt für den Shopbetreiber ein hohes Risiko mit, dass seine Bestellbestätigungs-Mails nicht den rechtlichen Anforderungen entsprechen.? Eine solche Schnittstelle sollte man keinem Shopbetreiber in die Hand geben.
Man stelle sich nur mal vor, dass die anderen Anbieter der Zahlsysteme auch alle eine eigene Bestellbestätigungsmail-Version hätten. Dann würde ja jede Bestellbestätigung anders aussehen.
Dies ist mit Sicherheit der falsche Weg.
Der Beitrag wurde geschrieben von Stefan Bauer.
www.top-suchmaschineneintrag.de